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Die rumäniendeutschen Parlamentarier und die NS-Funktionäre 1932–1940

Vasile Ciobanu

Abstract


Die deutschen Parlamentarier in Rumänien bildeten die regierende politische Elite der Deutschen in Rumänien. Ab dem Ende der 20er Jahre wurden diese von Vertretern der NS-Bewegung bekämpft, die von Fritz Fabritius gegründet worden war und seit 1933 die Leitung der völkischen Organisationen verschiedener rumäniendeutscher Gruppen (Siebenbürger Sachsen, Banater Schwaben, Deutsche aus Bessarabien und aus der Bukowina) übernommen hatte. 1935 erfolgte die Wahl von Fritz Fabritius als Landesobmann der Volksgemeinschaft der Deutschen in Rumänien. Die NS-Funktionäre als Leiter der Volksgemeinschaften haben einen unnachgiebigen Kampf gegen die demokratisch gewählten deutschsprachigen Parlamentarier geführt, um alle Macht innerhalb der rumäniendeutschen Gemeinschaft zu übernehmen. Im Rahmen der Einführung des autoritären Regimes von König Carol II. am 10. Februar 1938 und der damit einhergehenden Annäherung Rumäniens an das ‚Dritte Reich‘ haben die NS-Funktionäre ihren Kampf gegen jene Parlamentarier gewonnen. In der letzten Phase, mit dem National-Legionären Regime im September 1940 und der anschließenden Machtübernahme General Antonescus, erfolgte die Einsetzung des ‚Führers‘ der Deutschen Volksgruppe in Rumänien, Andreas Schmidt, auf Direktive von Berlin.


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© 2020 Zeitschrift für Balkanologie (ISSN 0044-2356) Gefördert durch DFG Harrassowitz Verlag Logo