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Die Mittelalter- und Neuzeitarchäologie Bosnien-Herzegowinas seit 1990 im Spiegel ihrer politischen Dimension und gesellschaftlichen Identitätsfragen

Karsten Bracker

Abstract


Der vorliegende Beitrag stellt die moderne Mittelalter- und Neuzeitarchäologie Bosnien-Herzegowinas vor und setzt diese in den Kontext politischer Einflussnahmen, Gruppenidentitäten und ihrer allgemeinen gesellschaftlichen Bedeutung. Hierfür sind die bis Mitte 2016 festgehaltenen insgesamt 58 Grabungsprojekte zusammengetragen und in Bezug auf die jeweiligen Themenbereiche, Regionen und Hintergründe im Umfeld der Grabungen sowie die unterschiedlichen Strukturen innerhalb des Landes miteinander verglichen worden. Die musealen Einrichtungen BiHs, der Zustand von Bau- und Kulturdenkmälern sowie die Beziehungen der Archäologen untereinander und die Recherchebedingungen wurden hierbei ebenfalls betrachtet. Abschließend wird die Notwendigkeit einer global- und nicht nationaldenkenden Geschichtswissenschaft und insbesondere Archäologie betont, die vor allem in Fragen von propagierten religiösen, ethnischen und angeblich vorgegebenen gesellschaftlichen Unterschieden politisch aktiv werden und eine starke Position gegen einseitige Kulturvermittlung und rein nationale Archäologien vertreten muss.


Schlagworte


Korruption; Wissenschaft; Religion; Vetternwirtschaft; Archäologie

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© 2019 Zeitschrift für Balkanologie (ISSN 0044-2356) Gefördert durch DFG Harrassowitz Verlag Logo