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Jüdisches Buch oder Schrift der Kirche? Das Ringen um das Alte Testament in Rumänien der Zwischenkriegszeit

Constantin Oancea

Abstract


In der Diskussion über das ‚jüdische Problem‘ in Rumänien der Zwischenkriegszeit blieb das Alte Testament nicht verschont und wurde als ‚jüdisches Buch‘ etikettiert. Tenor dieser Ansicht war der antisemitische Politiker A. C. Cuza, der durch Vorträge, Reden und Veröffentlichungen die Abschaffung des Alten Testaments aus Kirche und Religionsunterricht gefordert hat. Intensive Kritik an den Thesen von A. C. Cuza übten mehrere rumänisch-orthodoxen Theologen und Priester, indem sie das Alte Testaments als Heiliges Buch der Kirche verteidigten (Nicolae Neaga, Ioan Popescu Mălăiești, Iuliu Scriban, Petre Chiricuță, Gheorghe Ghia). In dem vorliegenden Beitrag werden diese unterschiedlichen Positionen gegenüber dem Alten Testament dargestellt, wobei auch die problematischen Argumente der Theologen benannt werden. Einige von ihnen machten eine scharfe Unterscheidung zwischen das biblische Volk Israel und die modernen Juden und hielten somit Kritik am zeitgenössischen Judentum für berechtigt.


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© 2020 Zeitschrift für Balkanologie (ISSN 0044-2356) Gefördert durch DFG Harrassowitz Verlag Logo