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Vokalquantitäten im albanischen Dialekt der Drenica (Kosovo). Kürzen, Längen, Kürzungen

Norbert Boretzky

Abstract


Im Unterschied zu den anderen Balkansprachen hat der gegische Dialekt des Albanischen einen phonematischen Kontrast zwischen Kurz- und Langvokalen ausgebildet und steht dadurch wie mit anderen wichtigen Zügen auf dem Balkan eher isoliert da. Am Beispiel des Dialekts der Drenica/Kosovo wird hier gezeigt, unter welchen Bedingungen Langvokale entstanden sind. Langvokale bilden sich vor allem infolge von Kontraktion, zum Beispiel von Diphthongen, und sog. Ersatzdehnung (durch Schwund von -ë) heraus, wobei auch sog. Minimalpaare entstehen. In vielen Fällen ist die Abgrenzung zwischen Kurz- und Langvokalen aber nicht sehr scharf: Einerseits werden Kurzvokale im System zwar kaum gelängt, andererseits unterliegen Langvokale unter bestimmten recht speziellen Bedingungen aber der (phonetischen) Kürzung. Diese Prozesse sind ohne Beeinflussung durch andere (Kontakt)-Sprachen erfolgt.


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© 2019 Zeitschrift für Balkanologie (ISSN 0044-2356) Gefördert durch DFG Harrassowitz Verlag Logo